der die Nachricht nicht glauben wollte, aber das Lager alarmierte. Da hörte
man auch schon den Kampflärm, die gewaltigen Hörner von Uri,
die auf die feindliche Infanterie so gewirkt haben müssen, wie das
Heulen der Stukas. Langsam, aber völlig unaufhaltsam, drang die Masse
der 25.000 Schweizer, alles vor sich niederwalzend, vor, durchstiess die
erste Linie und näherte sich, schon bei tiefstehender Sonne, der französischen
Hauptstellung, die auf einem ganz wenig ansteigenden Hügel mit Gräben
und Palisaden befestigt war. Niemand konnte mehr zweifeln, dass die Stunde
der Entscheidung geschlagen hatte. Der junge König legte den schimmernden
goldziselierten Harnisch an, den Federhelm und den Mantel aus blauer |
Seide, mit den goldenen Lilien bestickt,
gleich wie die Fahne, um die man sich scharte. Er trat aus dem Zelt, das
auf der höchsten Stelle der kleinen Erhebung stand, und wenn es ihm
auch gewiss, wie er es später zeigte, nicht an Mut gebrach, so mag
ihn doch ein Schauer überlaufen sein beim Anblick der lanzenstarrenden,
hörnerbrüllenden Masse, die todbringend auf ihn zuschritt. Aber
staunend gewahrt er in einem Abstand, gerade bevor die Truppen handgemein
wurden, wie die Masse des Fussvolkes plötzlich innehielt, die begleitenden
Reiter von den Pferden sprangen, die Helme abnahmen und alle sich niederknieten
in die staubige Erde. Die Feldprediger, unter ihnen der später so
berühmt gewordene Reformator Zwingli,  |